Das Peeling
Durch abgestorbene Hautzellen der obersten Hautschicht wirkt die Gesichtshaut oftmals stumpf und farblos. Auch Unreinheiten, wie Pickel oder Mitesser werden als sehr störend empfunden und sind besonders bei Teenagern äußerst unerwünscht. Ebenso erfordern vergrößerte Poren, die sogenannten Altersflecken oder andere Pigmentstörungen, Falten, erschlaffte Haut oder Verhornungsstörungen die richtige Pflege, wobei der Tiefenreinigung eine besondere Bedeutung zukommt. Ein Peeling wirkt hier wie ein Jungbrunnen. Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet "schälen" oder "pellen". Schon die alten Ägypter kannten dieses kleine Schönheitsgeheimnis. Mit kleinsten Körnchen wird die oberste Hornschicht der Haut "abgerubbelt". Die Mikrozirkulation in der Haut wird stimuliert und die Zellteilung angeregt mit dem Ergebnis: Sie wird samtweich, wirkt glatter und sieht rosig-frisch aus. Auf so intensiv vorbehandelter und tiefengereinigter Haut können anschließend verwendete Pflegeprodukte am besten ihre volle Wirksamkeit entfalten. Die anschließende Versorgung der Haut mit einer Pflegecreme ist besonders wichtig, um die Haut zu beruhigen und eine optimale Nährstoffversorgung zu gewährleisten.
Regelmäßige Gesichtspeelings helfen nachweislich, das Hautbild zu verbessern. Make-up- und andere Reste von Pflegeprodukten sowie Staub- und Schmutzpartikel werden gründlich entfernt, die Haut porentief gereinigt. Neben dem Gesicht können auch andere Körperpartien mit einem Peeling behandelt werden, z.B. solche mit narbigen Veränderungen, wie Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen. Auch unschöne rauhe Ellenbogen und Knien erfordern besondere Aufmerksamkeit bei der Pflege. Sie werden glatt und weich nach einem Peeling. Die Kosmetikindustrie bietet verschiedene Peelingprodukte bereits fertig an. Man kann sie aber auch selbst herstellen. Verwendet werden dabei Koch-und Meersalze, Salz- oder Zuckerkristalle, Sand, Tonerde, zermahlene Aprikosen- oder Pfirsichkerne und andere Kunstoffpartikel. In Japan ist Kaffeesatz sehr beliebt für die oberflächliche "Schälkur" der Haut. Bei der Verwendung eines Peeling-Produktes oder bei der eigenen Herstellung eines solchen sollte der jeweilige Hauttyp des Benutzers unbedingt beachtet werden, denn zu scharfe Schleifkörnchen können einer empfindlichen Haut schaden. Zusätze von z.B. Olivenöl im Peelingprodukt bewirken schon während der Tiefenreinigung eine Pflege der Haut.
Ein oberflächliches Peeling hat kaum Risiken zur Folge, während eine zu intensive Behandlung die Verhornung der Haut fördert. Auch Personen, die zu geplatzten Äderchen in der Haut neigen, sollten auf ein Peeling besser verzichten, da dieses das Wachstum dieser sogenannten Besenreiser noch fördert. Peelingprodukte sollten nur von einer Person allein und auch nur einmalig, also unter hygienisch einwandfreien Bedingungen verwendet werden, da bei einer Hautbehandlung dieser Art auch eine Infektion beispielsweise mit Warzenviren möglich ist. Eine tiefer gehende Behandlung mit chemischer Entfernung der gesamten Hornschicht, Abtragen der Haut bis zur Kollagenschicht oder Laserbehandlung sollte ausgebildeten und erfahrenen Dermatologen überlassen werden, da hierfür spezielle Kenntnisse erforderlich sind.