Kosmetik
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Das Parfüm - eine Wissenschaft für sich

Die Liebe des Menschen zum Parfüm ist uralt. Es ist bekannt, dass schon in den alten Hochkulturen Duftstoffe in Form von Räucherwerk oder Salbölen verwendet wurden. Wohlriechende Substanzen wurden (und werden) im Gottesdienst eingesetzt, um die Götter zu erfreuen, aber auch, um das eigene Wohlbefinden zu heben oder sich darzustellen. Im Zeitalter der Kreuzzüge kam die abendländische Kultur in Kontakt mit aromatischen Duftstoffen wie Myrrhe, Weihrauch, Zimtrinde, Rosenblätter, Sandelholz, Styrax amber oder dem teuren Oud. Im 16. Jahrhundert kam der Alchimist und Apotheker Tombarelli nach Grasse in Frankreich, das seitdem als Zentrum der europäischen Parfümindustrie gilt.

Parfüm besteht besteht zum großen Teil destilliertem Wasser, Alkohol und Duftstoffen, diese können tierischer oder pflanzlicher Herkunft oder synthetisch hergestellt sein. Der Preis und die Qualität richtet sich nach dem Verhältnis von Alkohol zu Duftstoffen, am niedrigsten liegt er bei Eau de Solide, das nur 1 - 3 % Duftstoffe enthält, am höchsten im Extrait mit 15 - 30, bzw. 40%
Die Duftstoffe stammen z.B. aus den Bereichen Früchte, Blüten, Gewürze, Harze aber auch tierische Sekrete und vieles mehr. Unter den Früchten dominieren die Aromen von Bergamotte, Orange, Zitrone, die einen frischen, spritzigen Akzent beisteuern, bei den Blüten sind es in erster Linie Hyazinthe, Jasmin, Lavendel, aber auch Maiglöckchen oder Rose. Zu den teuersten Duftstoffen gehört hier die Tuberose oder auch Nachthyazinthe, der Duft wird in einem sehr aufwändigen Verfahren gewonnen.

Während fruchtige und blumige Noten in der Hauptsache von Damen bevorzugt werden, erleben Parfüms auf der Basis von Gewürzen ein Revival. Sie können von Damen und Herren getragen werden, hier sind Ingwer, Kardamom, Muskatnuss oder auch Nelken zu nennen. Tierische Sekrete werden heute hauptsächlich synthetisch gewonnen, sie wirken sehr warm und sinnlich, manchmal auch animalisch und in hoher Konzentration eher unangenehm. Parfüm sollte immer sparsam eingesetzt werden, ein oder zwei Tropfen auf die Pulsader oder hinter das Ohr verstrichen, reichen vollkommen aus. Schwere, orientalische Düfte sollten dem Abend vorbehalten sein, tagsüber oder im Büro ist ein leichtes, frisches Eau de Toilette einfach passender.